Vier Fragen an die Firma Lilly zu ihren Aktivitäten bei der Digitalisierung in der Diabetologie

Frage 1:            Welche digitalen oder technologischen Entwicklungen (Produkte oder Projekte) gibt es in Ihrem Unternehmen aktuell?

Seit 100 Jahren ist Lilly führend in der Entwicklung von Lösungen für Menschen mit Diabetes. Der digitale Wandel eröffnet neue Wege für das Diabetesmanagement. Wir sind überzeugt, dass die digitalen Technologien dazu beitragen können, die Art und Weise zu verändern, wie Menschen ihre Gesundheit managen. Deshalb engagiert sich Lilly neben der Erforschung von innovativen Arzneimitteln auch für die Entwicklung von digitalen Lösungen. Unter anderem arbeiten wir beispielsweise an einem personalisiertem Diabetes-Management System bestehend aus smarten Insulinpens in Kombination mit einer App und einem Pumpen-basierten Hybrid Closed Loop System. Diese Entwicklungen treiben wir nicht allein voran, sondern arbeiten eng mit Partnern wie DEKA Research & Development Corp. und Dexcom zusammen, um Lösungen zu finden, die das Leben der Menschen mit Diabetes etwas einfacher machen.

Frage 2:            Was sind die Vorteile dabei und wann können wir damit rechnen?

Diabetesmanagement mit einer Insulintherapie ist sehr komplex und erfordert viel Einsatz und Umsicht von den Patienten. Mit der Unterstützung von digitalen Lösungen erhoffen wir uns, dass Insulin-Patienten ihr Glukosemanagement noch effektiver und besser umsetzen können. Wenn das Insulin genauer und zielgerichteter dosiert wird, verbessern sich die Blutzuckerwerte und damit die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen mit Diabetes. Langfristig wird sich dies auch positiv auf die die Gesundheitskosten auswirken. Unsere digitalen Lösungen befinden sich derzeit noch in der Entwicklung, so dass wir über einen Zeitpunkt der Verfügbarkeit noch nichts sagen können.

Frage 3:            Was ist Ihrer Ansicht nach notwendig, damit neue Entwicklungen möglichst rasch bei den Patienten und Ärzten ankommen und was sind die wesentlichen Hürden?

Das Digitale-Versorgungs-Gesetz (DVG) liefert durch den neuen Erstattungsprozess für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) einen einzigartigen Ansatz, damit Patienten schneller flächendeckend Zugang zu innovativen Systemen bekommen. Daneben spielen aber auch andere Faktoren eine große Rolle, damit die Entwicklungen Patienten und Ärzten rasch und vor allem gut nutzbar zur Verfügung stehen. Eine große Herausforderung ist sicherlich das Thema Schnittstellen. Hier sind alle Anbieter von digitalen Gesundheitslösungen gefordert eng zusammenzuarbeiten. Auch die IT-Infrastruktur in der ambulanten Versorgung muss mit der Entwicklung Schritt halten. Und nicht zuletzt entstehen durch die Digitalisierung neue Anforderungen an die Schulung sowohl der Ärzte und des Praxis- bzw. Klinikpersonals als auch der Patienten. Themen wie Datenschutz und Datennutzung gehören auch dazu.

Frage 4:            Zu welchen Veränderungen führt die digitale Transformation – in Ihrem Unternehmen und im Umgang mit Ihren Kunden?

Auf die immer schneller werdenden Veränderungsprozesse in der Gesellschaft und in unserem Markt, müssen wir als Unternehmen auch reagieren, unsere Unternehmens-Kultur beeinflusst dies und auch Digitalisierung hilft natürlich dabei, uns agiler aufzustellen. Beispielsweise entwickeln wir Lösungen immer häufiger gemeinsam mit unseren Kunden oder kooperieren mit Start-Ups, die geeignete Angebote haben.

Die Digitalisierung beeinflusst natürlich auch unsere Kommunikation mit unseren Kunden. Wir ergänzen die klassischen Kommunikationskanäle wie Außendienst und Kongresse vermehrt um digitale Kanäle und reagieren damit auf das sich ändernde Kommunikationsverhalten und die Wünsche unsere Kunden. Dabei setzen wir auf personalisierte Lösungen, um die individuellen Informationsbedürfnisse zu bedienen.

Herzlichen Dank an Lilly für die Beantwortung der Fragen.

DiaTec weekly – Feb 21, 20